Die Spaltung

  • Man weiß, der Beginn einer Beziehung mit einem Borderliner ist ausgesprochen intensiv und emotional.
  • Man weiß, der Partner gewinnt dabei das Gefühl, seinen Seelenverwandten gefunden zu haben.
  • Man weiß, der Partner fühlt sich dabei mit dem Borderliner symbiotisch verbunden.
  • Man weiß, Borderliner haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren.
  • Man weiß, Borderliner sind instabil in ihren Gefühlen und sprunghaft in ihren Gedanken.
  • Man weiß, Borderliner bedienen sich primärer Abwehrmechanismen wie z.B. der Spaltung, die von Idealisierung und Abwertung unterstützt wird.

Man weiß.
Man schwarz.

Die Welt wird in schwarz-weiß geteilt.

In meiner langjährigen Arbeit und Forschung über Borderline und Beziehungsdynamik, werde ich von Partnern häufig mit der Frage konfrontiert: „Bin ich jetzt für sie/ ihn (den Borderliner) schwarz?“ Kann ich wieder weiß werden?“

Das Verhalten einer Person, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet, ist sehr schwer zu verstehen. Alles was er sagt oder tut erscheint so irrational. Von heute auf morgen von einem Borderliner plötzlich verlassen zu werden, schmerzt, vor allem wenn es dafür keinen ersichtlichen Grund gibt.

Was zurück bleibt ist pure Verzweiflung. Man fühlt sich misshandelt, manipuliert und verraten.

Was den Abbruch der Beziehung so schmerzhaft macht ist:

  • der plötzliche und unerwartete Abbruch der Beziehung
  • die eiskalte Art und Weise wie das geschieht
  • der unglaubliche Hass und die Abwertung mit dem sie ihre Ex-Partnerin/Ihr Ex-Partner plötzlich konfrontieren
  • dass Klärungsversuche und der Wunsch noch einmal darüber zu reden rigoros abgeblockt werden

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